Konstruktionspraxis im Maschinenbau. Vom Einzelteil zum Maschinendesign

Konstruktionspraxis im Maschinenbau. Vom Einzelteil zum Maschinendesign

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Kundenmeinungen

von A3HGXDXBDDG1NO
Das Buch wendet sich sowohl an den frischgebackenen Einsteiger in die Konstruktionspraxis als auch an die alten Hasen in der Konstruktionspraxis, die ab und zu doch eine Art Frischzellenkur in ihrer täglichen Arbeit brauchen. Da ich selbst bei Prof. Hoenow das Fach Konstruktionslehre belegt hatte, war es mir ein doppeltes Vergnügen, noch einmal zwischen den Zeilen die Stimme meines ehemaligen Lehrers herauszuhören. Meine Studienzeit liegt zwar schon einige Jährchen zurück, doch in meiner täglichen Arbeit benutze ich hin und wieder seine alten Skripte von der TU, was doch für die Qualität sprechen sollte. In diesem Buch wird das vermittelt, was der Konstrukteur wirklich braucht: das Fingerspitzengefühl und den technischen Hintergrund für das Entwerfen von Einzelteilen bis hin zur kompletten Maschine. In der Komplexität des Designprozesses wird des öfteren der Konstrukteur vor unüberschaubaren Aufgaben gestellt. Die beiden Autoren können aber mit fundierten Ratschlägen das Wesentliche einer guten Konstruktion vermitteln und es auf den Punkt bringen, sei es bei einem Einzelteil oder einer Baugruppe. Auf der Suche nach der optimalen Lösung kann so der manchmal verzweifelt suchende Konstrukteur hier fündig werden und sich Denkanstöße und Lösungsvorschläge holen. 
von A326BF4NL4DCP7
wird dieses Buch dem beginnenden aber auch dem berufserfahrenen Konstrukteur sein können, der sich komplexeren Entwicklungs- und Gestaltungsaufgaben unter realen Randbedingungen widmen darf.

Grundsätzliche Regeln der Gestaltung werden an aktuellen Beispielen dargestellt, längst Vergessenes wie "Schmale Dichtflächen ersetzen Flachdichtungen" wird endlich mal wieder dargestellt.

Hinsichtlich der Fertigungsverfahren sind die Fortschritte, die seit den letzten umfassenden Darstellungen zur Gestaltung (Laudien, 1931 und die späteren "Zitate" z.B. auch in diversen Konstruktionssystematik-Büchern) in einer für den Konstrukteur verwendbaren Form dargelegt.
Überhaupt wird dem "Wissen über die Fertigung" die Bedeutung gegeben, die jedem Praktiker klar, den Jungingenieuren aber oft nicht bewußt ist. Beiden dient das Buch zur Unterstützung, gerade für den akademisch ausgebildeten Anfänger kann es echte Starthilfe geben. "Erst Kapieren, dann Kopieren"; "Immer in Verformungen denken" wurden vielleicht vergessen oder noch nie gehört - in diesem Buch findet man diese fundamentalen Aussagen.

Das Fehlen großer zahlen-strotzender Tabellen ist ebenso wohltuend wie die deutliche aber im moderaten Tonfall geäußerte Kritik an allzuviel Strukturierung und Schematisierung oder gar feinstverzweigten Punktbewertungsverfahren für Varianten, von denen diverse nur entstehen, um sie hinterher als nicht geeignet ausschließen zu können, andere nur mit "hellseherischen Fähigkeiten" z.B. hinsichtlich der Fertigungskosten bepunktbar sind.

Der schöpferische Teil der Konstruktionstätigkeit steht im Mittelpunkt. Es gibt nicht für alles Musterlösungen. Das Konstruieren erfordert auch Denkprozesse, die quasi simultan auf verschiedenen Ebenen stattfinden und nicht bis ins letzte analysierbar sind. Aus diesem Bewußtsein heraus ist das Buch in bescheidenem und nicht etwa dogmatischem Ton geschrieben.
Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird bewußt nicht erhoben, hier liegt kein abstrahierter Konstruktionskatalog mit grammatikalisch verrenkten Beschreibungen vor.

Gegenüber dem ersten (ebenso guten) Buch der Autoren sind nun auch ganze Maschinen und entsprechende Hilfen und Herangehensweisen bei der Gestaltung Thema.
Die Fülle der Anregungen, die immer in kurzen, präzisen, plausiblen Worten erläutert sind (nicht, wie sonst manchmal, reine gut-schlecht-Gegenüber- stellungen), manchmal auch als zunächst offene "Denksportaufgaben" eine Zeitlang scheinbar ungelöst stehen bleiben, ist sehr groß.

Also ein rundum gelungenes Buch: Für in der Konstruktionspraxis stehende hilfreich, für Anfänger umso mehr - und vielleicht jedem akademisch hochausgebildeten Ingenieur, der sich in Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen versuchen oder diese gar leiten möchte, als Pflichtlektüre anempfohlen, denn CAD, Kennzahlen und dergleichen sind doch eigentlich nur Randthemen ..... oder? 

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